R+T Asia 2019 – on an island of dreams

Wer mit Messebesuchern der R+T Asia spricht, der spürt bei den allermeisten Gästen, gerade aus Europa und Nordamerika, jene Goldgräberstimmung, die noch immer von der Glitzermetropole mit ihrer sich jährlich verändernden Skyline (unser Bild vom Bund; Foto: Kober), aber auch vom Bestreben fast aller westlichen Firmen gespeist wird, hier einfach mitspielen zu müssen. Dennis Schulz aus Hamburg ist einer der führenden Projektmanager von Drees & Partner, die mehrere Tausend (!) Bauvorhaben im Jahr abwickeln, zu denen unter anderem Showrooms und Produktionsstätten für alle deutschen Autobauer zählen. Zur auf der Messe geäußerten Einschätzung, mehrere Projekte würden im Objektmarkt derzeit on hold gehalten, sagt er, dass im Gegenteil seit 2018 wieder mehr Bewegung im Markt und zudem – der Standardsatz in jedem Gespräch – ein zunehmendes Qualitätsstreben bei vielen chinesischen Investoren auszumachen sei. Das lässt sich daran ablesen, dass – wie es bei Dooya General Manager Johnson Xu sagt – bei Vorliegen einer Passivhaus- (bisher für 14 Gebäude) bzw. LEED-Zertifizierung der vermarktbare Quadratmeterpreis um zehn bis 20 Prozent höher liegt; gleichzeitig mutet es ein wenig wie ein Alibi an, dass neuerdings um 22 Uhr die Illuminierung der ikonischen Skyline erlischt – aus Energiespargründen.

sicht+sonnenschutz veröffentlicht in seiner Aprilausgabe ein Spezial mit Messebericht, Interviews und einer breit angelegten Analyse zu Risiken und Chancen des Marktes in China und insbesondere Shanghai.