ViS-Jahrestagung: wachsende Umsätze, positive Stimmung

Der innenliegende Sicht- und Sonnenschutz entwickelt sich positiv, nach einer Seitwärtsbewegung im vergangenen Jahr sind die Umsätze über alle Produktgruppen hinweg im ersten Halbjahr 2019 um 3,7 Prozent gestiegen. „Der Insektenschutz boomt, das Umsatzwachstum in dem Bereich liegt mit fast 20 Prozent vorn“, sagte Martin Auerbach, Geschäftsführer des Verbands innenliegender Sicht- und Sonnenschutz (ViS) bei der diesjährigen Jahrestagung im niedersächsischen Braunschweig. Die Produktgruppe sei erstmals in der Statistik berücksichtigt worden. An zweiter Stelle rangiere das Wabenplissee, das mit einem Plus von knapp 13 Prozent zu dem Wachstum beigetragen habe.

Auch die aktuelle Mitgliederbefragung spiegelt die positive Stimmung wider: Mehr als jeder zweite Hersteller beurteilte die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2019 als gut, 37,5 Prozent äußerten sich zufriedenstellend. Nur rund sechs Prozent waren unzufrieden mit dem Ergebnis. Bei den Zulieferern lag der Anteil der guten Bewertungen bei 57,1 Prozent, 28,6 Prozent äußerten sich zufriedenstellend. Etwa 14 Prozent gaben eine schlechte Bewertung ab.

Den vollständigen Bericht über die ViS-Jahrestagung sowie ein Interview mit dem Geschäftsführer Martin Auerbach und eine Umfrage unter den Teilnehmern lesen Sie in der Ausgabe 11/12 von sicht+sonnenschutz.

Mehr als 90 Mitglieder nahmen am 26. und 27. September 2019 an der ViS-Jahrestagung in Braunschweig teil.

Alukon: Digitale Abläufe in Haigerloch

Anfang 2019 hat Alukon in Haigerloch nahe Tübingen auf 8.500 Quadratmeter seinen zweiten Produktionsstandort in Betrieb genommen. Der Hersteller möchte dadurch kurze Lieferzeiten für seine Kunden garantieren sowie seine Kapazitäten und Ausbringungsmengen erhöhen. Heute hatten Fachjournalisten die Gelegenheit, sich „eine der modernsten Fertigungen für Rollladen und Sonnenschutzsysteme in Europa“, wie Alukon überzeugt ist, anzusehen. Und in der Tat gibt es dort Beachtliches zu sehen. „Unsere Produktion zeichnet eine papierlose Fertigung, digitale Abläufe, modernste Produktions- und Lageranlagen sowie eine Just-in-Time Fertigung aus“, sagt Werksleiter Rafael Sussani. Jeder Mitarbeiter wisse zu jeder Zeit genau, was zu tun ist. In Haigerloch extrudiert Alukon auf vier Maschinen PVC-Lamellen – aus dem angelieferten Granulat enstehen gestanzte, arretierte und bereits individuell abgelängte Behänge. Zudem stellen die Mitarbeiter aus Systemkomponenten Fertigelemente her. Die Produktion ermöglicht eine Fertigung von Stückzahl eins bis hin zur Serienproduktion. Durch diese Flexibilität kann Alukon zukünftig noch individueller auf Kundenwünsche eingehen.

Alles zur digitalisierten Produktion und die Ziele, die Alukon mit dem Standort verfolgt, lesen Sie in der sicht+sonnenschutz-Novemberausgabe.



Verbandsnetzwerk bündelt Stärken

Im Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz in Wuppertal bündeln der Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie (Heimtex), der Verband innenliegender Sicht- und Sonnenschutz (ViS) und der Fachverband der Matratzen-Industrie ihre Stärken. Um die Geschäftsstelle und die Kernthemen vorzustellen, hatte das Netzwerk die Fachpresse zu einem persönlichen Austausch mit den drei Vorsitzenden Ottmar Ihling (Heimtex), Ingo Fahl (ViS) und Thomas Bußkamp (Matratzenverband) eingeladen. „Die Bedeutung der Verbandsarbeit nimmt immer mehr zu“, sagte Martin Auerbach, Geschäftsführer des Kompetenz-Zentrums, zum Auftakt. „Aktuell beraten und begleiten wir rund 150 Industrieunternehmen – vom Kleinbetrieb bis hin zum Großunternehmen mit rund 500 bis 800 Beschäftigen.“ Durch die Vergrößerung des Netzwerks – erst im Januar 2019 war der Matratzenverband hinzugekommen – könne man den fachlichen Austausch intensivieren und Quersynergien besser nutzen. Schwerpunkte seien neben der Unterstützung im Tagesgeschäft und der rechtlichen Beratung auch die Normungsarbeit und die Kooperation in Sachen Arbeitssicherheit. Zudem wolle man künftig Themen wie Nachhaltigkeit, Recycling und Ressourceneffizienz industrieübergreifend in Angriff nehmen. Auch ein struktureller Überbau zum Thema „Wohnen“ sei denkbar, dieser sei jedoch noch Zukunftsmusik.

Foto: Friedrichs