Jakob Rottler: Wir können alles

Unter dem Motto „Was nun, Herr Präsident“ hat sicht+sonnenschutz-Online in der Woche vor Ostern das Unternehmen Jakob Rottler KG in Freiburg/Breisgau des BVRS-Vorsitzenden Heinrich Abletshauser (60; Foto: Kober) besucht. 20 bis 25 Prozent seiner Wochenarbeitszeit, sagte dieser auf Anfrage, investiere er seit der Wahl im Herbst 2016 in Hamburg in die mit dem Ehrenamt verbundenen Aufgaben. Da hilft es, dass in Tochter Claudia (33) die Nachfolgerin im Betrieb (17 Beschäftigte, zwei bis drei Millionen Euro Umsatz) bereits gefunden und zunehmend in wichtige Entscheidungen eingebunden ist. Vor 20 bis 25 Jahren hatte sich Abletshauser wegen des im Neubau steigenden Preisdrucks entschieden, sich ganz auf die private Sanierung einzustellen – die Vertikalität in der Fertigung ist enorm, von der eigenen Tischlerei und Schreinerei über Markisenreparatur und Rollladenproduktion in Holz, Alu, Kunststoff bis hin zu konstruktivem Entwerfen und anspruchsvollem Engineering deckt die Jakob Rottler KG die ganze Bandbreite im innen und außen liegenden Sonnenschutz ab.

sicht+sonnenschutz berichtet über den Vororttermin in seiner Maiausgabe.

Neue R+S-Meister: hier werden sie gemacht

Zehn Gesellen haben sich schon angemeldet, sechs Plätze sind noch frei: Während dem Weiterbildungskurs für die Meisterprüfung im Rollladen- und Sonnenschutztechniker-Handwerk an der HWK Wiesbaden lernen die jungen Menschen das Rüstzeug für ihre berufliche Laufbahn und die Gestaltung der Branchenzukunft. „Der Meistertitel ist nicht das Ende sondern der Anfang eines neuen Lebensabschnitts in dem der Meister weiter lernt. Wir vermitteln die Kompetenz dafür“, erläutert Wolfgang Löster, Meister im Rollladen- und Sonnenschutztechnikerhandwerk und Dozent an der HWK Wiesbaden. Kai Nachtmann aus Karlsruhe hat sich für den Schritt zum Meister entschieden, weil er sich vorstellen kann, einen Betrieb zu übernehmen und das dafür nötige Hintergrundwissen braucht.  „Ich bin zwar eher per Zufall ins R+S-Handwerk gekommen aber es macht mir Spaß und ich will mich hier weiterentwickeln“, sagt der junge Handwerker während des Tags der offenen Tür im Berufsbildungs- und Technologiezentrum II Wiesbaden.

Mehr zur Meistervorbereitung des R+S-Handwerks in Wiesbaden lesen Sie in der Ausgabe 5/2017 der sicht+sonnenschutz.

Geiger pusht SmartHome

Architekten, R+S-Fachbetriebe, SmartHome-Spezialisten und Ingenieure zusammenbringen um die Sonnenschutzbranche insgesamt beim Thema Automation voranzubringen: dieses Ziel hat sich der Antriebshersteller Geiger mit seinem Netzwerk G gesteckt. Auf der ersten Veranstaltung in Stuttgart trafen sich zirka 90 Gäste zum Informationsaustausch und Netzwerken. „Wenn die verschiedenen Akteure am Bau die Bedürfnisse des anderen kennen und abgestimmt zusammenarbeiten, sind alle Beteiligten inklusive des Endkunden glücklich. Dazu wollen wir beitragen“, sagte Geschäftsführer Dr. Marc Natusch.


Mehr zur Idee von Geiger lesen Sie in der Ausgabe 5/2017 von sicht+sonnenschutz.

Kadeco Gruppe: 40 Mio. Umsatz, viel Potenzial bei Erwilo

Natürlich liegt die Markisensparte rund um die 2006 noch unter Walfried Kattelmann aus Bochum nach Lübbecke geholte Traditionsmarke Erwilo im Marktanteil deutlich hinter Kadeco in dessen angestammtem Umfeld auf Maß gefertigter, innen liegender Systeme mit hohem dekorativem Anspruch zurück und hat auch das mit der geäußerten, prozentual zweistelligen Umsatzerwartung zu tun, doch knüpft Ulf Kattelmann (35; unser Bild – Foto: Kober) diese Erwartung auch an konkret erfolgte Schritte: Da ist zum einen die Verpflichtung von Günter Schöttler (Ex-Markilux) als technischen Geschäftsführer; zum anderen kündigt der Sohn des 2010 verstorbenen Unternehmensgründers, der die Geschäfte in der Gruppe heute mit seiner Mutter Agnes Kattelmann (zuständig für Einkauf, Design) führt, für die R+T nicht nur eine neue Kollektion an. Erwilo wolle auch bewusst mutige Akzente setzen, indem man zugunsten angesagter Ton in Ton-Dessinierung auf durchaus noch über Restfans verfügende Mittelstreifen in z.B. leuchtendem Orange verzichte. Kadeco und Erwilo setzten 2016 im Verbund knapp 40 Millionen Euro um.

sicht+sonnenschutz verbrachte einen Nachmittag bei Kadeco und Erwilo und bekam die Gelegenheit zu einem ausführlichen Interview mit Ulf Kattelmann – zu lesen exklusiv in unserer Maiausgabe.

R+S-Tag bei Rollladen Schmidt in Durach

Anlässlich des Rollladen- und Sonnenschutztages 2017 öffnet der Fachbetrieb Schmidt in Aalen und Durach heute und morgen seine Pforten. Peter Marton, Leiter des Duracher Betriebs, sagte im Gespräch mit sicht+sonnenschutz, dass er den R+S-Tag als Anlass nimmt, den Kunden die Produkte in angenehmer Atmosphäre zu präsentieren. Etwa indem er Butterbrezen, Kaffee und Kuchen serviert. Die Kunden nehmen das Angebot an: „Es sind mehr Gäste heute hier, als das an einem normalen Tag üblich ist“, freut sich Marton.

Den R+S-Tag wird er deshalb auch künftig als Anlass nutzen, die neuesten Produkte vorzustellen, sagt er. Denn er beobachtet, dass viele Kunden gar nicht wüssten, welche Möglichkeiten die Branche dem Endverbraucher bietet. Zum Beispiel Terrassendächer, die bei den Kunden gut ankämen. „Ich schätze, dass diese zirka 30 Prozent des Umsatzes ausmachen.“

Heydebreck: Sicherheit ein Riesenthema

Die Firma Heydebreck in Forstern bei München steht in der Branche für technische Kompetenz rund um den Rollladen, was Patente für einen Bewegungssensor am Panzer, damit der zufährt, wenn sich Unbefugte z.B. an der Gebäuderückseite dem Fenster nähern, die selbst entwickelte Hochschiebesicherung für Holzrollläden und ift-Zertifizierungen für RC2 („Oscar“) und RC3 („Bullit“) gerade unter dem derzeit so wichtigen Sicherheitsaspekt eindrucksvoll unterstreichen (unser Bild zeigt ein bis Kaliber neun Millimeter durchschusssicheres Stahlprofil; Foto: Kober). Dabei bekennen sich Vater Bernd und Sohn Michael Heydebreck in der Geschäftsleitung des Unternehmens mit vier Millionen Euro Umsatz und 36 Beschäftigten unmissverständlich zur BVRS-TR 111, mit der Betriebe ihren Kunden für die Hälfte eines RC2-Elements eine signifikant sicherere Verschattungsanlage lieferten, als dies beim Standardprodukt der Fall wäre: „Gerade Tätern, die sich im Bereich der Beschaffungskriminalität bewegen, verlangt ein TR 111-gemäßes Element ein erhebliches Maß an zusätzlicher Kraft ab, abgesehen davon, dass sie im Verhältnis zum Standardprodukt zwangsweise mehr Lärm verursachen“, ist Michael Heydebreck überzeugt.

sicht+sonnenschutz berichtet in 4/17 ausführlich über Heydebreck, das Heft kommt am 21.4.

IHM: R+S-Innung Südbayern wirbt für Nachwuchs

Seit gestern hat die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München ihre Pforten geöffnet. 1.000 Aussteller aus 60 Gewerken präsentieren dort ihre Innovationen. Aus der R+S-Branche zugegen war u.a. die Firma Cisoventex, einer der wenigen Produzenten von Scherenarmmarkisen in Deutschland. „Es ist ein sehr spezielles Produkt, das hohe Ingenieurskunst erfordert“, sagt Inhaber Georg Nüssgens. Mit den Standardmodellen sei bereits ein Ausfall von sieben Meter möglich.

Präsentiert hat sich ferner die R+S-Innung Südbayern unter Obermeister Meinhard Berger am Gemeinschaftsstand YoungGeneration. Das Ziel ist es, den Beruf des R+S-Mechatronikers vorzustellen und um Nachwuchs zu werben. Das Besondere: Auszubildende stellen hier ihren Beruf selbst vor. Als sicht+sonnenschutz vor Ort war, traten gerade zwei Schulklassen im Rollladen-Battle gegeneinander an. Der Besucherstrom an den Stand lässt für die Zukunft hoffen.

Alles zur Aktion der Innung und Details zu den Scherenarmmarkisen von Cisoventex erfahren Sie in der Aprilausgabe der sicht+sonnenschutz und in unserem Messefilm.

Absturzsicherung made by Günthner 

​Die sicht+sonnenschutz-Redaktion besuchte die Firma Günthner in Rottweil um sich die Montage der Absturzsicherung to safe für bodentiefe Fenster anzuschauen. Das System eignet sich für Elemente bis maximal 3.000 Millimeter Breite und 1.200 Millimeter Höhe. Vorteil für Fachbetriebe: die Absturzsicherung ist in die Führungsschienen des Sicht- und Sonnenschutzes integriert. Damit verkürzt sich die Montagezeit und optisch ergibt sich ein sauberes Bild. Für eine große Auswahl an Behangvarianten sorgt Günthner – Kooperationspartner MHZ: von Rollläden über Screens bis Raffstore. Experten von Günthner zeigen die Montage von to safe live auf den GFF-Praxistagen am 3. und 4. November 2017 in Ettlingen. Teilnehmer haben die Gelegenheit, selbst Hand anzulegen.

sicht+sonnenschutz berichtet ausführlich über to safe und den Benefit für Besucher der GFF-Praxistage in den kommenden Ausgaben. 

Leiner drückt aufs Gaspedal

Leiner will kräftig wachsen, von 13 Millionen (2015) auf 26 Millionen in den kommenden fünf Jahren. Der erste Schritt dazu ist getan, wie Geschäftsführer Jürgen Schulz heute auf der Hausmesse des Unternehmens sagte. Der Umsatz in 2016 ist demnach um 20 Prozent gestiegen – und dazu habe der neueste Trumpf des Unternehmens, das Terrassen-Glassystem Area, dessen Serienproduktion im vergangenen September begann, noch gar keinen großen Teil beigetragen, zeigt sich Schulz für die Zukunft erwartungsvoll. Mit Area will sich Leiner im Markt neu positionieren, insbesondere in der Wahrnehmung der Fachbetriebe: nämlich als Anbieter mit der größten Vielfalt für die Terrasse. „Der Fachhandel hat einen Ansprechpartner für alle Produkte, so dass er dem Endkunden mit Leiner immer das passende Produkt bieten kann“, sagt Vertriebsleiter Bernd Vogt.


Details zur Hausmesse und zur Unternehmensstrategie lesen Sie in der Märzausgabe der sicht+sonnenschutz.

Bau 2017: Warema zeigt sich windstabil

Eine besonders stabile Raffstorelamelle mit 1 Millimeter Dicke und höherem Windwiderstand zeigte Warema auf der Messe. Windgeschwindigkeiten bis zu 30 Meter pro Sekunde hält die Lamelle 80 AF (A6 ) aus und der Kunde lässt den Behang auch auch bei Wind ausgefahren. Die edle, eloxierte Oberfläche unterstreicht den hohen Anspruch im Objektbau. 

Weitere Highlights von der Bau 2017 lesen Sie in der Ausgabe 2/2017.